Oktober

TÄGLICH

StadtRaumBoxen #11 - Karo Kollwitz "Kleines Weltbrett"

 

Für die #11 der StadtRaumBoxen wurde Karo Kollwitz aus Weimar, wo sie an der Bauhaus-Universität lehrt, eingeladen. Sie ist eine Künstlerin, die unter anderem im öffentlichen Raum arbeitet. Ihre Interventionen zielen auf Kommunikation mit den Betrachter*innen beziehungsweise ihr Interagieren, seien es die Textmaschinen – Hörstationen, die an Lichtmasten in verschiedenen Städten angedockt sind – oder ihre Aktion mit den eigenen Waldschafen und einer Schießbude im Stadtteilpark Weimar West oder die Kabine in Helsinki zwischen Park und Bucht, die als Versteck für Menschen diente,
die eins brauchten, und das von der Künstlerin und Bewohnern der Stadt betreut wurde.
Für den wohl kleinsten Ausstellungsraum in Erfurt hat sie eine Installation aus Holz geschaffen, der sie den Namen Kleines Welttheater gibt. Kein geringerer als Friedrich Schiller hat die Formulierung „Bretter, die die Welt bedeuten“ 1803 seinem Gedicht „An die Freunde“ geprägt, seitdem stehen diese Bretter synonym für die Bühne eines Theaters. Karo Kollwitz holt sie aus dem Schauspielhaus heraus, stellt sie schützend über die StadtRaumBoxen. Eine Geste, die auf das aufmerksam macht, was im und mit dem Schauspielhaus passiert, seitdem der Verein KulturQuartier Erfurt diesem Ort wieder Leben einhaucht und ihn als einen Kulturort nutzt – noch in der Probephase, aber das Ziel steht fest. Und so kann aus dem Kleinen
Welttheater etwas ganz großes werden.
Auf die bereits 11. Ausstellungseröffnung der StadtRaumBoxen in den ehemals vom Schauspielhaus genutzten Vitrinen (Klostergang 4) können sich die Besucher*innen am Freitag, den 11. Oktober, freuen. Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung ein.
Das Projekt wurde gefördert durch die Sparkasse Mittelthüringen, die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen und die Landeshauptstadt Erfurt.

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 19:30 Uhr

PRIMETIME - Kino unterm Radar

MOTHER, I AM SUFFOCATING. THIS IS MY LAST FILM ABOUT YOU

Lesotho, Katar, DE 2019 | 76 min | FSK o.A. | Originalfassung

Eintritt 5 € Reservierungen unter primetime.ssh@gmail.com

R: Lemohang Jeremiah Mosese

 

On the dusty streets of Lesotho, people stare inquisitively at a young woman who carries a wooden cross on her back. She looks back into their faces, at the mystically beautiful landscape, a herd of sheep, and a pair of hands that knit unceasingly. Located midway between documentary, fiction, and experimental film, this beautifully rendered film from self-taught director Lemohang Jeremiah Mosese marks him as an important talent to watch. Taking the form of an extended, poetic letter to the protagonist’s mother and motherland, the film shifts its perspective between Southern African and Germany, where Mosese now lives. This is a brave and powerful film, at once both intimate and alienated, that explores issues of colonialism, shame, whiteness, integration, and liminality, while speaking to the diasporic experience of time and space.

 

In den staubigen Straßen von Lesotho starren die Menschen neugierig auf eine junge Frau, die ein Holzkreuz auf dem Rücken trägt. Sie schaut zurück in ihre Gesichter, auf die mystisch schöne Landschaft, eine Schafherde und ein Paar Hände, die ununterbrochen stricken. Dieser wunderschön gerenderte Film des autodidaktischen Regisseurs Lemohang Jeremiah Mosese befindet sich in der Mitte zwischen Dokumentar-, Fiktions- und Experimentalfilm und ist ein wichtiger Beitrag, den es zu sehen gilt. In Form eines ausgedehnten, poetischen Briefes an die Mutter und das Vaterland des Protagonisten wechselt der Film seine Perspektive zwischen Südafrika und Deutschland, wo Mosese heute lebt. Dies ist ein mutiger und kraftvoller Film, der gleichzeitig intim und entfremdet ist und Themen wie Kolonialismus, Scham, Weiße, Integration und Begrenztheit aufgreift, während er sich mit der diasporischen Erfahrung von Zeit und Raum befasst.

// South African International Documentary Festival

 

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Jeremiah Mosese und Vertretern der Universität Erfurt statt!

Der Film und die Diskussion finden in Englischer Sprache statt, wir werden das Gespräch bei Bedarf übersetzen.

 

In Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung.

 

Grafik © Kinoklub am Hirschlachufer

Samstag, 19. Oktober 2019

MUSS LEIDER AUSFALLEN!

 Konzert: Angela Aux

In Love With The Demons

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19:30 Uhr

PRIMETIME - Kino unterm Radar

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

DE 2019 | 80 min | FSK 12 | OF

Eintritt 5 € Reservierungen unter primetime.ssh@gmail.com

R: Susanne Heinrich

D: Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Yann Grouhel, Nicolo Pasetti

 

Auf der Suche nach einem Schlafplatz streift das melancholische Mädchen durch die Großstadt. Unterwegs begegnet sie jungen Müttern, die ihre Mutterschaft als religiöses Erweckungserlebnis feiern, findet Unterschlupf bei einem abstinenten Existentialisten, für den Sex »auch nur noch ein Markt« ist, und wartet in einer Drag Bar »auf das Ende des Kapitalismus«. Ihr Versuch, ein Buch zu schreiben, scheitert am ersten Satz des zweiten Kapitels, und sie findet keinen Platz zwischen Kunstgalerien, YogaStudios und den Betten fremder Männer. Statt sich zu bemühen hineinzupassen, fängt das Mädchen an, ihre Depression als Politikum zu betrachten.

 

In 15 komischen Begegnungen erforscht DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN unsere postmoderne Gesellschaft zwischen Prekarisierung und Self Marketing, serieller Monogamie und Neo-Spiritualität, Ernüchterung und Glückszwang. Susanne Heinrichs Debütfilm verbindet Pop und Theorie, Feminismus und Humor – und ist voll von Zitaten, die man in Neonbuchstaben auf Werbetafeln leuchten sehen will.

// edition salzgeber

 

Grafik © Kinoklub am Hirschlachufer

Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr

Die LesArten im Schauspielhaus - Theater III

William Somerset Maughams "Theater"

oder "Julia, du bist zauberhaft!"

Es liest Katrin Heinke

In Kooperation mit der Buchhandlung Peterknecht

Eintritt: 9 € / ermäßigt 7 


William Somerset Maughams bissige Theatersatire, mehrfach erfolgreich verfilmt, auf der Kleinen Bühne des KulturQuartiers Schauspielhaus

„Die ganze Welt ist eine Bühne, und alle Männer und Frauen sind bloß Schauspieler! Aber die Illusion ist bei denen drüben; bei uns Schauspielern ist die Wirklichkeit.”

Der umjubelten Diva Julia Lambert, die auf der Höhe ihres Ruhms dessen Ende bereits drohend erwartet, tut sich mit einem Mal die süße Chance eines zweiten Frühlings auf, als der zwanzig Jahre jüngere Tom Fennel ihr sein Herz zu Füßen legt. Kurz bevor alle Hoffnung jedoch im nahenden Fiasko endet, übernimmt Julia Lambert selbst die Regie und lässt die Tragödie zur Komödie werden.

„Theater” heißt der 1937 veröffentlichte tragisch-komische Roman von William Somerset Maugham, der ein gefeierter Autor brillanter Gesellschaftskomödien seiner Zeit war. Ein bissig-eleganter Blick hinter die Kulissen des Bühnenbetriebs: Liebe, Leidenschaft, Ehrgeiz und Intrigen der Schauspieler, Regisseure, Direktoren und Mäzene werden schonungslos seziert. So entsteht ein ebenso zynisches wie geistreiches Bild eines Bühnen-Kosmos, in dem das wirkliche Drama hinter den Kulissen stattfindet.

Katrin Heinke ist gebürtige Erfurterin und erhielt von 1991-95 ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Seit 1992 spielte sie an Theatern in Rostock, Plauen, Neustrelitz, Plauen-Zwickau, Halle und Erfurt. Als freischaffende Schauspielerin tourt sie mit dem Erfreulichen Theater auch über die Landesgrenzen hinaus.

 

Foto: © privat

 

November

Samstag, 2. November 2019

16:00 und 17:00 Uhr

Führung durch das KulturQuartier Schauspielhaus

 

Eintritt: frei

Vielen Erfurterinnen und Erfurtern ist es noch in guter Erinnerung: das ehemalige Schauspielhaus. Doch nach seiner Schließung im Jahr 2003 hat es kaum einer wieder betreten. Nach Jahren des Leerstandes und der Ungewissheit, kehrt mit der Initiative KulturQuartier Schauspielhaus wieder Leben in die alten Gemäuer. Tauchen Sie mit uns ein in 120 Jahre Baugeschichte und 70 Jahre Schauspielhaus.

 

Bei einem Rundgang können Sie sich selbst einen Eindruck vom Zustand des Hauses machen. Außerdem werfen wir mit Ihnen gemeinsam einen Blick in die Zukunft und erklären, wie Verein und Genossenschaft KulturQuartier das Schauspielhaus wieder zu einem lebendigen Kulturort entwickeln werden. Zusammen mit unseren Partnern Kinoklub, Tanztheater Erfurt und Radio F.R.E.I. wird diese in Vergessenheit geratene Perle im Herzen der Stadt wieder zu dem, was sie immer war: ein pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur.

 

Foto © Boris Hajduković

Donnerstag, 7. November 2019, 20:20 Uhr

Pecha Kucha Night Vol #16

 

Eintritt auf Spendenbasis

Präsentationen, die sich wie Kaugummi ziehen? Nicht bei PechaKucha!

 

Am 7. November, präsentieren wieder Menschen ihre Themen, Ideen, Projekte und Passionen auf der Bühne der PechaKucha Night #16 im Rahmen des KulturQuartier - (Spät-)Sommer in Rosé - Programms.

 

PechaKucha steht für Gedanken-Vielfalt und Präsentationen mit facettenreichem Inhalt im Format 20×20. 20 Folien mit Bildern, die jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden, dabei läuft die Zeit ab, ohne dass der Referent Einfluss darauf hätte. Genau 6.40 Minuten hat man Zeit, um sein Publikum mit seinem Vortrag zu begeistern.

 

Die Vorteile dieser Technik liegen in der kurzweiligen, prägnanten Präsentation mit

rigiden Zeitvorgaben, die von vornherein langatmige Vorträge und die damit

verbundene Ermüdung der Zuhörenden („death by powerpoint“ syndrome)

unmöglich machen. PechaKucha wurde in Tokio im Februar 2003 von den beiden

Architekten Astrid Klein und Mark Dytham erstmals im Rahmen einer

Designveranstaltung verwendet und hat mittlerweile nicht nur in beruflichen

Kreisen Verbreitung gefunden.

 

Es erwartet Sie ein entspannter Abend mit guter Unterhaltung und Themenvielfalt, eine Gelegenheit um Kontakte zu knüpfen und Inspirationen zu sammeln.

 

Seien Sie dabei und bewerben Sie sich mit Ihrer Präsentation oder schauen Sie vorbei und werden Teil einer einzigartigen Vortragsreihe!

 

Grafik: pechakucha.com

 

Dezember

Samstag, 7. Dezember 2019

16:00 und 17:00 Uhr

Führung durch das KulturQuartier Schauspielhaus

 

Eintritt: frei

Vielen Erfurterinnen und Erfurtern ist es noch in guter Erinnerung: das ehemalige Schauspielhaus. Doch nach seiner Schließung im Jahr 2003 hat es kaum einer wieder betreten. Nach Jahren des Leerstandes und der Ungewissheit, kehrt mit der Initiative KulturQuartier Schauspielhaus wieder Leben in die alten Gemäuer. Tauchen Sie mit uns ein in 120 Jahre Baugeschichte und 70 Jahre Schauspielhaus.

 

Bei einem Rundgang können Sie sich selbst einen Eindruck vom Zustand des Hauses machen. Außerdem werfen wir mit Ihnen gemeinsam einen Blick in die Zukunft und erklären, wie Verein und Genossenschaft KulturQuartier das Schauspielhaus wieder zu einem lebendigen Kulturort entwickeln werden. Zusammen mit unseren Partnern Kinoklub, Tanztheater Erfurt und Radio F.R.E.I. wird diese in Vergessenheit geratene Perle im Herzen der Stadt wieder zu dem, was sie immer war: ein pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur.

 

Foto © Boris Hajduković

Samstag, 7. Dezember 2019, 19:30 Uhr

André Kudernatsch

Auweia, Weihnachten!

Ziemlich nikolausige Geschichten mit Klaviermusik von Andreas Groß

 

Eintritt: 9 € / ermäßigt 7 


Weihnachten mit dem Schneeschieber auf der Couch, mit der Schwiegermutter im Knollen-Ballett oder mit Fresslähmung bei Freunden – es gibt viele Möglichkeiten, den Heiligen Abend totzuschlagen. In diesem Buch folgen die besten, garniert mit Sternen, Elchen, Kartoffelsalat und Gurken.

Kudernatsch klärt auf, wer wirklich die Weihnachtsmärkte heimsucht, warum Hühner für weiße Weihnachten stehen und was das digitale Schrottwichteln bedeutet. In Zeiten, in denen die einen „Glühweinze“ gluckern, während die anderen darüber nachdenken, „Rumkugeln“ lieber „Punschbällchen“ zu nennen...

Mit seinen ziemlich nikolausigen Geschichten, überkandierten Kolumnen und schlichten Gedichten will der Autor auf Ihrem Gabentisch landen. Das kann ja heiter werden. Auweia, Weihnachten!

André Kudernatsch heißt wirklich so und lebt in Erfurt. Er schreibt kabarettistische Texte, die er seit 1993 immerzu vorträgt. Manchmal hat er Erscheinungen im Fernsehen und im Radio. Mit seinen Gereimtheiten und Ungereimtheiten hat Kudernatsch in seiner Show „Kudernatschs Kautsch“ schon prominente Gäste behelligt – so Roberto Blanco, Axel Schulz, Dolly Buster und andere Intellektuelle. Für diese Show wurde Kudernatsch 2002 mit dem Comedy-Cabinet-Preis ausgezeichnet. Kudernatsch hat mehrere Tonträger und Bücher veröffentlicht. Die neuesten Werke heißen „Ich hab's im Hermsdorfer Kreuz“ und „Auweia, Weihnachten!“.

 

Mehr unter: www.klappkautsch.de

 

Foto: © André Kudernatsch